Protectowire
WLM Anwendungen
Brandmeldung und Überhitzungsdetektion an Photovolatik- & Solar-Anlagen
Frühzeitige Brand- und Überhitzungserkennung für Solaranlagen mit Protectowire WLM
Die Anzahl installierter PV- & Solaranlagen steigt stetig an – aus Umweltbewusstsein sowie wegen der Anforderung, verstärkt erneuerbare Energien zu gewinnen. Nicht zuletzt durch die steigende Anzahl der Anlagen steigt auch die Zahl der Brandereignisse: So zeigen Daten aus Großbritannien, dass die Einsätze wegen Solaranlagen-Bränden zwischen 2022 und 2024 um rund 60 % zunahmen – schneller als der Ausbau der Anlagen insgesamt.¹
Anforderungen der Versicherer steigen
Immer mehr Versicherungsanbieter, darunter FM Global, sprechen sich für die Installation von WLM-Systemen an PV- und Solaranlagen aus. Das Datenblatt DS1-15 von FM Global zu PV-Dachanlagen (Roof Mounted Solar Photovoltaic Panels) empfiehlt explizit die Installation von FM-geprüften WLM/LHD-Systemen auf dem Dach und unter den PV-Modulen für eine zuverlässige Brandfrüherkennung. Auch die Zurich Versicherung empfiehlt in ihrem Whitepaper „Photovoltaic (PV) systems on buildings" den Einsatz von linearen Wärmemeldern.
Protectowire Lineare Wärmemelder-Systeme bieten eine zuverlässige Lösung zur Brandfrüherkennung bei Photovoltaik (PV)-Anlagen, insbesondere auf Dachanlagen und Freiflächeninstallationen mit Solarmodulen. Die Systeme erkennen Überhitzung bzw. thermische Anomalien über die gesamte Länge des Sensorkabels und können frühzeitig Alarm auslösen, bevor sich ein Brand entwickelt oder erhebliche Schäden entstehen.
Funktionsweise der Linearen Wärmemelder-Systeme (LHD/WLM)
Protectowire-WLM-Systeme bestehen aus robusten Sensorkabeln, die Temperaturanstiege entlang ihrer gesamten Länge überwachen, sowie Interfacemodulen zum Anschluss an jede beliebige Brandmeldezentrale oder ein anderes Steuerungssystem. Sobald eine festgelegte Alarmtemperatur erreicht wird, wird ein Alarmzustand an eine Brandmeldezentrale oder ein Steuerungssystem übertragen. Diese Detektoren benötigen keine sichtbaren Rauch- oder Flammensignale, um einen Alarm auszulösen, sondern reagieren direkt auf Hitze.
Einsatzgebiete bei Solaranlagen
Die WLM-Sensorkabel werden typischerweise direkt an der Unterseite der Solarmodul-Trägerrahmen oder entlang der tragenden Strukturen installiert. Weiterhin kann das Sensorkabel auch in allen Verbindungsboxen und/oder Schaltanlagen installiert werden. Durch diese Anbringung wird eine unmittelbare Nähe zu potenziell kritischen Bereichen geschaffen, in denen Überhitzung oder Fehler auftreten könnten. Dadurch wird die Früherkennung von Überhitzung und potenziellen Brandherden deutlich verbessert.
PV-Dachanlagen stellen besondere Anforderungen an die Brandfrüherkennung:
- enge Montage von Modulen und Komponenten
- eingeschränkte Sichtbarkeit unter den Modulen
- schwieriger Zugang für Sichtkontrollen
- Zwischenfälle an der PV-Anlage können das gesamte Gebäude in Mitleidenschaft ziehen
- lange Kabelwege und elektrische Verbindungen
Protectowire-Systeme adressieren diese Herausforderungen durch kontinuierliche Temperaturüberwachung entlang der gesamten Sensorkabelstrecke.

Vorteile der Protectowire-Lösungen
Frühzeitige Warnung vor Überhitzung: Die Sensorkabel erkennen Temperaturanstiege sofort an der Stelle, an der sie auftreten, und melden dies an die Brandmelde- oder Steuertechnik.
Zonierung und Alarmort-Bestimmung: Durch Zoneneinteilung entlang der Detektorkabel können Alarme präzise zugeordnet und lokalisiert werden. Dies erleichtert die schnelle Reaktion im Störfall.
Integration in bestehende Sicherheitssysteme: Die Detektoren lassen sich über Interface-Module (z. B. PIM- oder CTM-Module) an Brandmeldeanlagen, Steuergeräte oder Gebäudemanagementsysteme anschließen.
Wetter- und Umgebungsbeständigkeit: Protectowire-WLM-Kabel sind robust konzipiert und können in Außeneinsatzumgebungen mit direkter Sonneneinstrahlung installiert werden, sofern die Spezifikationen der jeweiligen Detektortypen und Umgebungsbedingungen berücksichtigt werden.
Skalierbarkeit: Die Systeme sind modular aufgebaut und können auf kleinen Dachinstallationen ebenso eingesetzt werden wie auf großen Photovoltaik-Dächern mit mehreren Zonen.
Typen von WLM/LHD-Technologien
Protectowire bietet verschiedene Detektortechnologien an, darunter:
- Digitale WLM-Systeme (PHSC-Serie): Diese erkennen eine Temperaturüberschreitung und geben ein Alarmsignal an die Brandmeldetechnik weiter.
- Confirmed Temperature Initiation (CTI-Serie): Diese Technologie minimiert Fehlalarme, indem sie eine bestätigte Temperaturmessung verwendet, bevor ein Alarm ausgelöst wird.
- Faseroptische Detektoren: Diese Systeme liefern Temperaturprofile über die gesamte Kabellänge und können in besonders großen oder komplexen Anwendungen eingesetzt werden.
Installation und Integration
Bei PV-Dachanlagen werden die Detektorkabel entlang von tragenden Balken oder Montageschienen befestigt, meist auf der Unterseite der Modul-Supportstruktur. Die genaue Position wird in Abhängigkeit von der Struktur und den Zugangsmöglichkeiten geplant. Die Detektoren werden in kontinuierlichen Läufen ohne Abzweigungen installiert, um die lückenlose Überwachung zu gewährleisten.
Die Sensorkabel werden über Interface-Module (z. B. PIM-230, PIM-530 oder CTM-530) mit der Brandmeldetechnik oder Gebäudeleittechnik verbunden. Diese Module ermöglichen die Alarmanzeige, Überwachung mehrerer Zonen und oft auch die Ausgabe von Diagnosedaten oder die Anbindung an externe Systeme.
Quellennachweis
¹ PV Magazine (2025): Increase in UK solar panel fires blamed on poor installations. https://www.pv-magazine.com/2025/11/12/increase-in-uk-solar-panel-fires-blamed-on-poor-installations/
Brandfrüherkennung in Kühl- und Tiefkühllagern
Brandschutz und Überhitzungserkennung in Kühl- und Tiefkühllagern mit Protectowire-Systemen
In Kühl- und Tiefkühllagern stellt die Brand- und Überhitzungserkennung besondere Anforderungen: Es herrschen dauerhaft sehr niedrige Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, mögliche Kondensation und häufig ein komplexes Regalsystem mit engen Gängen. In solchen Umgebungen erreichen herkömmliche Brandmelder oder punktuelle Wärmemelder oft nicht die gewünschte Zuverlässigkeit. Lineare Wärmemelder-Systeme (LHD) wie die von Protectowire sind speziell für diesen anspruchsvollen Einsatzbereich geeignet und können einen entscheidenden Beitrag zur frühzeitigen Detektion thermischer Anomalien leisten.
Lineare Wärmemeldung in Kühl- und Tiefkühllagern
Protectowire-Detektorkabel überwachen Temperaturänderungen über ihre ganze Länge kontinuierlich. Sie funktionieren als eine durchgehende Reihe von Temperaturfühlern, die bereits auf Temperaturanstiege reagieren, bevor ein Brand entsteht. Diese Technologie eignet sich besonders gut für Umgebungen, in denen konventionelle Punkt-Sensoren (z. B. Rauch- oder Standard-Wärmemelder) versagen oder unzuverlässig sind – etwa durch Kondensation, Frost oder starke Luftbewegungen.
Die Protectowire CTI-Serie (Confirmed Temperature Initiation) ist für den Einsatz in Kühl- und Tiefkühlbereichen optimiert. Die Detektoren sind so konstruiert, dass sie nur bei tatsächlicher Wärmeentwicklung Alarm auslösen und Fehlalarme durch mechanische Beschädigungen vermeiden. Dies ist besonders wichtig, da viele Kühlanlagen mit Pre-Action oder doppelt verriegelten Pre-Action-Sprinkleranlagen ausgestattet sind, bei denen ein Fehlalarm unerwünschte Wasserauslösung oder Betriebsausfall verursachen könnte.
Besondere Eigenschaften für sehr niedrige Temperaturen
Speziell für Kühl- und Tiefkühllager gibt es Detektoren mit geeigneten Ummantelungen und Spezifikationen. Beispielsweise wurde das Protectowire CTI-XLT 135 °F (57 °C) Sensorkabel entwickelt, um auch in extrem kalten Umgebungen bis etwa −51 °C zuverlässig zu funktionieren und gleichzeitig Kurzschluss-Diskriminierung zu bieten, also zwischen einem echten Alarm und einer Leitungsschädigung zu unterscheiden.
Diese Detektoren werden gemeinsam mit einem Interface-Modul (z. B. CTM-530 oder CTM-530LT) eingesetzt, das den Detektor überwacht, Alarme verarbeitet und an das Brandmeldesystem weitergibt. Die Module sind selbst für den Einsatz bei tiefen Temperaturen ausgelegt und ermöglichen eine zuverlässige Überwachung des gesamten Kabelsystems.
Installationsempfehlungen
Bei Kühl- und Tiefkühllagern werden die Detektorkabel typischerweise entlang von Regalgängen, unter Sprinklerleitungen oder im Raum zwischen Regalen installiert, um eine lückenlose Abdeckung der gesamten Lagerfläche zu gewährleisten. Die Installation erfolgt als durchgehender Kabellauf ohne Abzweigungen und sollte strategisch so platziert werden, dass potenzielle Wärmequellen früh erkannt werden – z. B. an Regalkanten, unter Sprinklerrohren oder nahe potenziell gefährdeter elektrischer Anlagen.
Die Detektoren sollten in jedem Regalabschnitt bzw. an jedem Punkt der Sprinklerleitungen installiert werden, damit Temperaturanstiege in unterschiedlichen Zonen präzise erkannt und lokalisiert werden können. Die Aufzeichnung des Detektors kann über das Interface-Modul erfolgen, welches dann die Ortung eines überhitzten Bereichs in Metern anzeigt.
Vorteile für Betreiber von Kühl- und Tiefkühllagern
Der Einsatz von Protectowire-LHD-Systemen bringt mehrere Vorteile:
- Frühzeitige Erkennung thermischer Anomalien: Bereits bevor sich Rauch oder Flammen bilden, kann ein potenzielles Brandrisiko erkannt werden.
- Geringere Fehlalarme: Durch CTI-Technologie werden Fehlalarme durch mechanische Beschädigungen oder extreme Temperaturfluktuationen deutlich reduziert.
- Eignung für niedrige Temperaturen: Speziell entwickelte Detektoren (z. B. CTI-XLT und PHSC-XLT) arbeiten zuverlässig in sehr kalten Umgebungen.
- Kompatibilität mit Sprinkler- und Brandschutzsystemen: LHD-Detektoren können in Verbindung mit bestehenden Sprinkler- oder Brandmeldesystemen eingesetzt werden.
- Zonen- und Ortungsfunktionen: Durch die Positionsanzeige entlang des Kabels kann der Ort eines Temperaturanstiegs exakt lokalisiert werden.
- Einfache Wartung: Die regelmäßige Wartung kann an strategisch günstigen Punkten erfolgen – durchaus auch außerhalb der Kühl- bzw. Tiefkühlbereiche.
Diese Technologien eignen sich besonders in Umgebungen, in denen andere Systeme aufgrund von Frost, Kondensation, hohen Regalen oder eingeschränkter Sicht nur begrenzt funktionieren würden.
Branderkennung und Steuerung von Sprinkleranlagen in Tiefkühllagern
WLM Sensorkabel-Brandmeldesysteme bieten eine zuverlässige und kostengünstige Lösung für die Anwendung in Kühl- und Tiefkühllagern. Wenn das WLM Sensorkabel mit doppelt vorgesteuerten Sprinkleranlagen kombiniert wird, ist dieses System ist praktisch frei von Fehlalarmierungen.
Eine Lösung für solche Brandschutzprobleme stellt das System vom umbra dar. Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage.
Railway/Rolling Stock
Für die extrem rauen Betriebs- und Umgebungsbedingungen von Schienenfahrzeugen kommt ein raucharmes und halogenfreies WLM mit EN 45545-2 Zulassung zur Anwendung. Es kann uneingeschränkt in allen technischensowie für Passagiere zugänglichen Bereichen eingesetzt werden.
Das Wärmemelderkabel kann in der unmittelbaren Nähe der zu schützenden Komponenten installiert werden. Dazu gehören unter anderem Bremssysteme/Bremsanlagen, Motorblöcke, Krümmer, Hydraulikleitungen, Kraftstoffleitungen, Ölleitungen und andere technische Bereiche, in denen sich möglicherweise Fette oder andere Schmiermittel ablagern können.
Überwachung von Förderanlagen
Brände an Förderbändern werden typischerweise durch folgende Faktoren ausgelöst:
Schlupf des Bandes
Überhitzung der Laufrollen
Reibungselektrizität
Schweißarbeiten in der Nähe des Förderbandes
Spontanentzündungen usw.

Insbesondere die Bewegung des Förderbandes erhöht die Brandausbreitungsgeschwindigkeit enorm.
Die schnelle Meldung eines Brandes durch den WLM kann den Unterschied zwischen einem kontrollierten Brand und einer Katastrophe ausmachen.

Der Kern dieses Prinzips ist das WLM-Sensorkabel, das besonders dicht an jedem Typ Förderband installiert werden kann. Damit ist eine besonders schnelle und direkte Detektion von Überhitzungen und Bränden gesichert.
Überwachung von Fahrzeugen
Aufgrund seiner Produkteigenschaften kann das WLM in Fahrzeugen direkt an den Gefahrenstelle, z.B. im Motorraum, montiert werden. So können sich entwickelnde Brände schnell erkannt und größere Schäden sowie Gefährdungen für die Insassen vermieden werden.
Das WLM Sensorkabel kann ebenfalls sehr gut zur Überwachung von unbemannten Fahrzeugen, z.B. in Minen oder Lagern, sowie von Fahrzeugen an weit entfernten Orten genutzt werden. In Kombination mit Fahrzeug-Löschanlagen kann somit ein teures Spezialfahrzeug effektiv geschützt werden.
Überwachung von Kabelkanälen
Ein relativ kleiner Kabelbrand kann zum Stillstand ganzer Gebäude und Unternehmen führen. Diese und andere Folgeschäden stehen in keinem Verhältnis zu dem Vorfall selbst. Das WLM Sensorkabel erkennt eine Überhitzung an jeder Stelle eines Kabelkanal-Systems. Es kann besonders dicht an oder um die zu überwachenden Leitungen heran gebracht werden. Energie- und Steuerkabel sind somit optimal geschützt und wichtige Systeme können in Betrieb gehalten werden.
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Überwachung von elektrischen Anlagen
Die Flexibilität des WLM Sensorkabels ermöglicht den Einbau in Bereichen mit hohem Risiko wie Motorenschaltschränken, anderen Schaltgeräten und Schaltanlagen, Transformatoren und Widerstand Banken.
Das WLM Sensorkabel ist ebenso besonders gut für den Schutz von Transformatoren geeignet. Der Detektor kann einfach neben oder direkt an Transformatoren installiert werden und so die schnellstmögliche Detektion einer etwaigen Überhitzung ermöglichen. Die Flexibilität des Sensorkabels erlaubt es, problemlos jeden gewünschten Abstand einzuhalten.

Überwachung von Flugzeug-Hangars
Flugzeughallen stellen besonderen Anforderungen an den Brandschutz - fast ausschließlich durch die Art ihrer Inhalte. State-of-the-art Flugzeuge, mit teurer Elektronik und große Benzinmengen stellen große Herausforderungen an schnelle, zuverlässige Brandmelde- und Löschanlagen. Das WLM Sensorkabel bietet - im Zusammenhang mit speziellen Löschanlagen und Löschanlagensteuerungen - eine effektive Lösung für diese Risiken.
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