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Lineare Wärmemelder (WLM) von Protectowire – Sicherheit auf ganzer Linie

Was sind lineare Wärmemelder?

Lineare Wärmemelder – auch linienförmige Wärmemelder oder Wärmelinienmelder (WLM) genannt – sind kabelbasierte Sensoren, die die Temperatur nicht nur punktuell, sondern kontinuierlich entlang ihrer gesamten Länge überwachen.

Protectowire FireSystems Logo

Im Gegensatz zu konventionellen Punktmeldern arbeiten sie absolut unempfindlich gegenüber Rauch, Staub, Luftfeuchtigkeit oder anderen extremen Umgebungseinflüssen. Da sie ausschließlich auf Hitze – den eigentlichen physikalischen Auslöser von Bränden – reagieren, sind sie die überlegene Lösung für anspruchsvolle Einsatzbereiche und die lückenlose Überwachung großer Flächen.

Technischer Vorsprung: So funktioniert das Protectowire-Sensorkabel

Das Herzstück des Systems ist das Protectowire Heat Sensitive Cable (PHSC). Die Technologie dahinter kombiniert die Vorteile einer Linienüberwachung mit maximaler Punktempfindlichkeit, ohne dass vorab Sensorabstände definiert werden müssen.

Aufbau der linearen Wärmemelderkabel Protectowire PHSC und PLR – Stahlleiter, wärmeempfindliches Polymer und Außenmantel im Vergleich

Der WLM besteht aus zwei mechanisch vorgespannten, verdrillten Stahlleitern, die einzeln mit einem temperaturabhängigen, wärmeempfindlichen Polymer isoliert und von einem robusten Außenmantel geschützt sind. Erreicht oder überschreitet die Umgebungstemperatur an einem beliebigen Punkt den festgelegten Schwellenwert, gibt die Polymerisolierung nach und die inneren Leiter kommen in direkten Kontakt. Durch diesen physischen Kontakt verändert sich der elektrische Widerstand im Kabel – die angeschlossene Brandmeldezentrale löst sofort Alarm aus. Das System liefert dabei nicht nur die Brandmeldung an sich, sondern ermittelt auch präzise die ungefähre Lage des Ereignisses auf der überwachten Strecke.

Umbra FSP & Protectowire: Qualität und Erfahrung seit 1938

Protectowire produziert lineare Wärmemelder bereits seit 1938 und ist damit der führende Spezialist auf diesem Gebiet der Sicherheitstechnik. Die Umbra FSP GmbH ist der autorisierte deutsche Distributor für diese führenden Systeme. Wir vertreiben das Protectowire-Produktprogramm im deutschsprachigen Markt und stehen Ihnen mit technischem Support, praxisnahen Schulungen und individueller Beratung in deutscher Sprache zur Seite.

Geprüfte Sicherheit: Das gesamte Produktprogramm wird laufend durch die international anerkannten Prüfinstitute FM (Factory Mutual) und UL (Underwriters Laboratories) zertifiziert. Diese Zulassungen garantieren dauerhaft gleichbleibende Qualität und gelten weltweit als höchster Sicherheitsstandard in der Branderkennung.

Kabeltypen – Die richtige Ausführung für jede Umgebung

Ein zentraler Vorteil des Protectowire-Systems: Die Konfiguration des Sensorkabels lässt sich exakt auf die Anforderungen des jeweiligen Einsatzgebietes abstimmen. Entscheidend ist dabei vor allem die Umgebungstemperatur im Normalbetrieb und die geforderte Alarmtemperatur. Verfügbar sind bis zu sieben verschiedene Auslösetemperaturen – von 57 °C bis 180 °C.

Protectowire PHSC Sensorkabel-Rollen in verschiedenen Ausführungen und Farben für lineare Wärmemelder

Technische Basisdaten des Sensorkabels:

  • Durchmesser: 4 mm Nennweite

  • Gewicht: 23,68 g/m

  • Leitungswiderstand: ca. 0,607 Ohm/m

  • Maximale Nennspannung: 30 VAC / 42 VDC

  • Mindestbiegeradius bei Installation: 6,4 cm

  • Befestigungsabstand: alle 1,5 m bis 3 m entlang der Strecke

  • Eine Auswerteeinheit überwacht bis zu 2.000 m Sensorkabel

Verfügbare Kabeltypen im Überblick:

Typ A – PHSC-EPC (Extruded Polyvinyl Chloride) Universell einsetzbar für Industrie- und Gewerbeanwendungen. Verfügbar in Alarmtemperaturen von 68 °C bis 180 °C, minimale Umgebungstemperatur –40 °C. Die wirtschaftliche Standardlösung für die meisten Einsatzgebiete.

Typ B – PHSC-LSZH (Low Smoke Zero Halogen) Speziell entwickelt für Schienenfahrzeuge und Bahnanlagen. Raucharm, halogenfrei und mit EN 45545-2 Zulassung – der erste lineare Wärmemelder dieser Klasse, der diese europäische Norm für Brandschutz in Schienenfahrzeugen erfüllt (eingeführt Juli 2022). Verfügbar von 57 °C bis 180 °C, minimale Umgebungstemperatur –40 °C.

Typ E – PHSC-XLT (X-trem Low Temperature) Universell einsetzbar mit exzellenten Eigenschaften bei tiefen Temperaturen. Alarmtemperatur 57 °C, minimale Umgebungstemperatur –51 °C. Ideal für Kühlhäuser, Tiefkühllager und andere Bereiche mit Dauerfrost.

Typ F – PHSC-XCR (X-trem Corrosive Resistance) Universell einsetzbar mit exzellenter Abriebfestigkeit sowie hohem Widerstand gegen Chemikalien und das Eindringen von Gasen. Verfügbar von 68 °C bis 180 °C, minimale Umgebungstemperatur –40 °C. Erste Wahl für chemisch belastete Umgebungen und Bereiche mit hoher mechanischer Beanspruchung des Kabels.

Vier Protectowire PHSC-Sensorkabel in unterschiedlichen Farben, passend zu den verfügbaren Kabeltypen A, B, E und F

Die Auswahl des richtigen Kabeltyps und der passenden Alarmtemperatur ist entscheidend dafür, dass normale Temperaturschwankungen im Betrieb keine Falschalarme auslösen, echte Brände aber früh und zuverlässig erkannt werden. Wir beraten Sie gerne bei der richtigen Auswahl.

Das Interface-Modul (WIM) – Schnittstelle zur Brandmeldezentrale

Das Sensorkabel allein ist erst der eine Teil des Systems. Für den Anschluss an die Brandmeldezentrale ist in den meisten Fällen ein Interface-Modul (WIM – Wärmemelder Interface Modul) erforderlich. Dieses Gerät überwacht kontinuierlich den Zustand des Sensorkabels und meldet sowohl Alarm als auch Störungen an die Zentrale.

WLM-WIM Interfacemodul – technische Eckdaten:

  • Betriebsspannung: 24 V DC

  • Ruhestrom: 20 mA, Alarmstrom: 45 mA

  • Maximale Sensorkabellänge: 2.000 m je Modul

  • Umgebungstemperatur des Moduls: 0 °C bis 49 °C bei max. 95 % Luftfeuchtigkeit

  • Betriebstemperatur: –40 °C bis 80 °C

  • Schutzgrad: IP66

  • Maße (montagefertige Variante): 130 × 80 × 80 mm

Das Interface-Modul ist als einfache Platine (WIM einfach, Art.-Nr. 100358) sowie als montagefertige Einheit in einer Montagebox mit Kabelverschraubungen erhältlich (Art.-Nr. 100381). Die montagefertige Variante ist besonders dort sinnvoll, wo das Modul nicht direkt in einer Brandmeldezentrale installiert werden kann, sondern an einem abgelegenen Ort in der Ferne montiert werden soll.

PIM-530 und PIM-230 – Interface-Module für lineare Wärmemelder

Protectowire PIM-530 Auswerteeinheit für lineare Wärmemelder mit LCD-Display, Navigationstasten und Power/Alarm/Fault-LEDs

Für den Anschluss der Protectowire PHSC-Sensorkabel stehen zwei Interface-Module zur Verfügung: das PIM-530 mit grafischem Display sowie LCD-Bildschirm und Trackpad und das PIM-230 mit LED-Anzeige.

Das PIM-530 überwacht eine einzelne Zone mit bis zu 2.000 m PHSC-Sensorkabel in Klasse-A- oder Klasse-B-Konfiguration. Bei Klasse B wird das Sensorkabel einseitig angeschlossen – eine einfache und kostengünstige Lösung für Standardanwendungen. Bei Klasse A wird das Kabel als Ringleitung geführt, sodass der Meldekreis auch bei einem Leitungsbruch funktionsfähig bleibt – ideal für sicherheitskritische Bereiche.

 

Es verfügt über einen integrierten Alarmpunkt-Lokalisierungsmesser, Modbus-Ausgang über RS-485, einen Ereignisspeicher sowie eine Uhr- und Datumsfunktion. Optional ist das Modul in einem IP66-Gehäuse lieferbar.

Das PIM-530 überwacht eine einzelne Zone mit bis zu 2.000 m PHSC-Sensorkabel in Klasse-A- oder Klasse-B-Konfiguration. Die Klassen beschreiben dabei die Art der Verdrahtung des Meldekreises: Bei Klasse B wird das Sensorkabel einseitig angeschlossen und endet am letzten Detektor – eine einfache und kostengünstige Lösung für Standardanwendungen. Bei Klasse A hingegen wird das Kabel als Ringleitung geführt, sodass der Meldekreis auch bei einem Leitungsbruch vollständig funktionsfähig bleibt – ideal für sicherheitskritische Bereiche mit erhöhten Anforderungen an die Ausfallsicherheit. Es verfügt über einen integrierten Alarmpunkt-Lokalisierungsmesser, der automatisch den Abstand vom Leitungsstart bis zum ausgelösten Detektionspunkt in Metern anzeigt – für eine schnelle Ortung von Brandherden ohne aufwendige Fehlersuche. Zusätzlich bietet das PIM-530 Modbus-Ausgang über RS-485, einen Ereignisspeicher sowie eine Uhr- und Datumsfunktion. Optional ist das Modul in einem IP66-Gehäuse für die Montage außerhalb der Zentrale, direkt vor Ort, lieferbar.

Protectowire PIM-530 Auswerteeinheiten für lineare Wärmemelder in drei Gehäusevarianten, davon eine mit ISB-1-Option für Ex-Bereiche

Das PIM-230 stellt ebenfalls eine einzelne überwachte Meldelinie bereit, die für Klasse-A- oder Klasse-B-Betrieb konfiguriert werden kann, und unterstützt bis zu 2.000 m Protectowire PHSC- oder PLR-Sensorkabel. Auch hier gilt: Klasse B eignet sich für einfache Installationen mit einseitigem Anschluss, während Klasse A durch die Ringleitungsführung eine höhere Ausfallsicherheit bietet. Es arbeitet mit konventioneller Grenzwerttechnologie und ist kompatibel mit anderen nicht-resistiven, normalerweise geöffneten Alarminitierungsgeräten. Das PIM-230 verfügt über eine integrierte Erdschlusserkennung, Modbus über RS-485 und ist in einem kompakten Format für eine einfache Integration erhältlich. Optional ist auch dieses Modul in einem IP66-Gehäuse (NEMA-4X) für die Montage außerhalb der Zentrale verfügbar.

Protectowire PIM-230 Auswerteeinheit für lineare Wärmemelder mit LED-Anzeigen für Power, Status, Alarm und Fault

Systemaufbau im Überblick:

  1. Sensorkabel wird entlang der überwachten Strecke installiert (Kabeltrassen, Tiefgaragen, Förderbänder usw.)

  2. Befestigung alle 1,5 m bis 3 m; Mindestbiegeradius 6,4 cm einhalten

  3. Kabel wird an das Interface-Modul (WIM, PIM-230 oder PIM-530) angeschlossen

  4. Das Modul ist mit der Brandmeldezentrale verbunden

  5. Bei Temperaturanstieg über den Schwellwert: Feueralarm wird ausgelöst und an die Zentrale weitergegeben – bei einigen Interface-Modulen inklusive Anzeige der Lage des Ereignisses in Metern

Einsatzgebiete – Wo linienförmige Wärmemelder ihre Stärken ausspielen

Linienförmige Wärmemelder eignen sich überall dort, wo konventionelle Punktmelder durch Umgebungseinflüsse in ihrer Zuverlässigkeit eingeschränkt sind – oder wo eine kontinuierliche Überwachung langer Strecken gefordert ist.

Tiefgaragen und Parkhäuser Der Einsatz in Tiefgaragen zählt zu den häufigsten und wichtigsten Anwendungen für lineare Wärmemelder. In Tiefgaragen und Parkhäusern sind Rauchmelder durch Abgase, Staub, Feuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen zwischen Außenluft und Innenbereich dauerhaft belastet. Linienförmige Wärmemelder sind dagegen vollständig unempfindlich gegenüber diesen Einflüssen – sie reagieren ausschließlich auf Hitze. Das minimiert Falschalarme erheblich, senkt den Instandhaltungsaufwand und macht den Betrieb zuverlässiger. Für Tiefgaragen und Parkhäuser sind lini Wärmemelder die Lösung der Wahl.

Kabeltrassen und Kabelkanäle Entlang von Kabeltrassen in Rechenzentren, Industriegebäuden, Krankenhäusern oder Verwaltungsgebäuden entstehen Brände oft schleichend durch Überhitzung von Kabeln oder Kabelbündeln. Lineare Wärmemelder lassen sich direkt auf oder neben Kabeltrassen montieren – mit speziellen Federclips und Kabelkanal-Caddys, die auch nachträgliche Demontage und Wartung ohne Werkzeug ermöglichen. So werden Überhitzungen und entstehende Brände erkannt, bevor sich Flammen ausbreiten können.

Industrie und Gewerbe In Produktionshallen, Lagerbereichen, Chemieanlagen, Holzverarbeitungsbetrieben und anderen industriellen Umgebungen überzeugen Wärmelinienmelder durch ihre Robustheit. Staub, Feuchtigkeit, Dämpfe, Abgase oder aggressive Chemikalien beeinflussen die Branddetektion bzw. Wärmedetektion nicht. Je nach Umgebungsbedingungen steht der passende Kabeltyp zur Verfügung – von der chemikalienresistenten Ausführung (Typ F) bis zum Kabel für Dauerfrostbereiche (Typ E).

Schienenfahrzeuge und Bahnanlagen Für Bahnanwendungen hat Protectowire im Juli 2022 den ersten linearen Wärmemelder mit EN 45545-2 Zulassung eingeführt. Das halogenfrei und raucharm ausgeführte Typ-B-Kabel (PHSC-LSZH) erfüllt die strengen Anforderungen dieser europäischen Norm für Brandschutz in Schienenfahrzeugen und ist damit die richtige Wahl für Triebwagen, Wagons, U-Bahnen und Bahntunnel.

Weitere typische Einsatzgebiete:

  • Tunnel und unterirdische Objekte

  • Transformatorräume und Schaltanlagen

  • Hochregallager und Logistikzentren

  • Kühlhäuser und Tiefkühllager (Typ E bis –51 °C)

  • Förderbänder und Conveyor-Systeme

  • Ex-geschützte Bereiche (mit ISB-Option)

  • Luftfahrtanlagen und marine Anwendungen

Montagezubehör – Das passende Material für jede Situation

Zur sicheren Installation des Sensorkabels stehen passgenau entwickelte Befestigungsmaterialien zur Verfügung. Die Auswahl des richtigen Zubehörs stellt sicher, dass das Kabel dauerhaft korrekt positioniert bleibt und die geforderten Abstände eingehalten werden.

Universal-Halterungen für Decke und Wand (WAW-Clips) Befestigungsclips aus Nylon oder Polypropylen für Decken-, Wand- und Eckbefestigungen. Einsatzbereich –40 °C bis 88 °C.

Halterungen an Kabelkanälen Federclips (HPC) für die Befestigung des Sensorkabels direkt an Kabelkanälen – Schnappverschluss ermöglicht einfaches Ein- und Ausbauen des Sensorkabels. Kabelkanal-Caddys (CC-2, CC-10) für verschiedene Materialstärken der Kabelrinne, auch mit Sicherungsverschraubung für schwingungsbelastete Umgebungen.

Halterungen für die Rohrmontage Doppelschlingen- und Einzelschlingenbänder aus wetterbeständigem Nylon für Rohre von DN20 bis DN150. Einsatzbereich –40 °C bis 85 °C.

Klebesockel für Oberflächen ohne Bohrmöglichkeit Für Oberflächen, die keine Bohrungen zulassen: Klebesockel mit Industriekleber und integrierter Kabelbinderdurchführung. Einsatzbereich –17 °C bis 82 °C; nicht geeignet für chemisch aggressive Umgebungen.

Unterstützungskabel für freihängende Montage Für die freihängende Montage des Sensorkabels (z.B. unter Hallendecken) stehen Ringbolzen und Spannschlösser aus Stahl oder Edelstahl zur Verfügung.

Vorteile auf einen Blick

Warum lineare Wärmemelder – und warum Protectowire von Umbra FSP?

Lückenlose Überwachung entlang der gesamten Kabellänge – kein toter Winkel, keine definierten Sensorabstände erforderlich

Unempfindlich gegenüber Störgrößen: Staub, Rauch, Feuchtigkeit, Luftströmungen und Abgase lösen keinen Alarm aus – nur Hitze zählt

Bis zu sieben Alarmtemperaturen wählbar – von 57 °C bis 180 °C – für optimale Anpassung an die Umgebungstemperatur

Bis zu 2.000 m je Interface-Modul überwachbar – wirtschaftliche Lösung für große Objekte

Robust in extremen Umgebungen: von –51 °C (Typ E) bis 180 °C Alarmtemperatur, resistent gegen Chemikalien, Abrieb und aggressive Medien

Ortung von Brandherden möglich – das PIM-530 zeigt die Lage des Ereignisses in Metern an

Einsetzbar in explosionsgefährdeten Bereichen (Ex-Zonen) mit ISB-Ausrüstung

Kompatibel mit anderen Auslösegeräten wie Flammenmeldern oder Rauchmeldern im gleichen Stromkreis; integrierbar in bestehende Brandmeldezentralen aller gängigen Hersteller

Minimale Falschalarme durch physikalisches Messprinzip

Geringe Instandhaltungskosten durch wartungsarmen Betrieb und robuste Materialien

Einfache Installation auch an Kabeltrassen, Rohren und Oberflächen ohne Bohrmöglichkeit

Langjährige Erfahrung durch Produktion und Entwicklung seit mehr als 80Jahren durch Protectowire und Erfahrung im Vertrieb und Projektgeschäft durch Umbra seit nunmehr 20 Jahren.

Zulassungen und Normen

Die von der Umbra FSP vertriebenen Protectowire WLM-Systeme verfügen über folgende Zulassungen:

FM-Anerkennung (Factory Mutual Global): Internationale Anerkennung als Produkt zur Branderkennung – laufende Produktüberwachung inklusive

UL-Zertifizierung (Underwriters Laboratories): Weltweit anerkannte Prüfzertifizierung für Sicherheitstechnik

EN 45545-2: Europäische Norm für Brandschutz in Schienenfahrzeugen – vorhanden für den WLM Typ B (PHSC-LSZH)

Ergänzend existiert die europäische Produktnorm DIN EN 54-28 für lineare Wärmemelder, die Anforderungen an Prüfung und Leistungsmerkmale dieser Melder-Klasse definiert. Bei der Systemplanung berücksichtigen wir die jeweils geltenden normativen Anforderungen des Einsatzgebietes und unterstützen Sie bei der Auswahl der richtigen Systemkonfiguration.

Häufige Fragen zu linearen Wärmemeldersystemen

Was ist der Unterschied zwischen einem linearen Wärmemelder und einem Brandmelder?

Konventionelle Brandmelder – also Punktmelder – detektieren Rauch, Gas oder Wärme an einem einzelnen Ort. Lineare Wärmemelder überwachen dagegen die Temperatur entlang einer gesamten Strecke – lückenlos und ohne definierte Sensorabstände. Sie eignen sich besonders in Bereichen, in denen Rauch oder Staub zu Falschalarmen führen würden, oder überall dort, wo große Flächen mit einem einzigen System überwacht werden sollen.

Welche Rolle spielen Temperaturschwankungen bei der Systemplanung?

Die Umgebungstemperatur ist der wichtigste Parameter bei der Auswahl des Sensorkabels. Die gewählte Alarmtemperatur muss ausreichend über der maximal zu erwartenden normalen Umgebungstemperatur liegen, damit Temperaturschwankungen im Betrieb keinen Fehlalarm verursachen – aber niedrig genug, um Brände frühzeitig zu erkennen. Mit bis zu sieben verfügbaren Alarmtemperaturen zwischen 57 °C und 180 °C lässt sich für nahezu jede Situation die richtige Konfiguration finden.

Wie empfindlich sind lineare Wärmemelder gegenüber Luftfeuchtigkeit und Staub?

Das ist einer der wesentlichen Vorteile dieses Systems: Wärmelinienmelder reagieren nicht auf Luftfeuchtigkeit, Staub, Dämpfe oder Abgase. Sie detektieren ausschließlich Hitze. Das Interface-Modul selbst ist für eine relative Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 % ausgelegt. Lineare Wärmemelder sind deshalb der Sondermelder der ersten Wahl in Bereichen, in denen andere Melder durch Umgebungseinflüsse beeinträchtigt werden.

Sind lineare Wärmemelder für Tiefgaragen geeignet?

Ja – Tiefgaragen zählen zu den klassischen Einsatzgebieten für linienförmige Wärmemelder. Sie erfüllen die normativen Anforderungen an Brandmeldeanlagen in Tiefgaragen und bieten gegenüber Rauchmeldern erhebliche praktische Vorteile: keine Störanfälligkeit durch Abgase oder Temperaturschwankungen, deutlich weniger Falschalarme und geringerer Wartungsaufwand.

Welche Kabellänge ist maximal möglich?

Sowohl das PIM-530 als auch das PIM-230 überwachen jeweils eine einzelne Meldelinie mit bis zu 2.000 m Sensorkabel – wahlweise in Klasse-A- oder Klasse-B-Konfiguration. Beide Module überwachen eine Zone; für größere Anlagen oder mehrere unabhängige Bereiche werden entsprechend mehrere Module eingesetzt. Wir beraten Sie gerne zur optimalen Auslegung für Ihr Objekt.

Kann das System in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden?

Ja. Mit der ISB-Option (eigensichere Dioden) ist der lineare Wärmemelder für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen gemäß Class I, II und III, Division 1 geeignet. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung zu Ex-Anwendungen.

 

Umbra FSP – Ihr Ansprechpartner für lineare Wärmemelder

Die Umbra FSP GmbH ist seit 2007 autorisierter Distributor für Protectowire in Deutschland und weiteren Ländern. Wir sind nicht nur Lieferant, sondern technischer Berater, muttersprachlicher Support und Schulungsanbieter für Errichter, Planer und Betreiber.

Was wir für Sie leisten:

  • Fachkundige technische Beratung bei Systemauslegung, Kabelauswahl und Konfiguration

  • Schulungen zu Protectowire-Wärmelinienmeldern auf Deutsch und Englisch – für Errichter, Planer und Anwender

  • Projektbegleitung von der ersten Anfrage bis zur Abnahme

  • Alle technischen Unterlagen in deutscher und englischer Sprache

  • Kurze Reaktionszeiten und direkte Kommunikation ohne Sprachbarriere

Sie planen ein Projekt mit linearen Wärmemeldersystemen – in einer Tiefgarage, an Kabeltrassen, in einem Industriegebäude oder in Schienenfahrzeugen? Sprechen Sie uns an. Wir begleiten Sie durch das normative Umfeld des Brandschutzes und helfen Ihnen, die richtige Lösung für Ihre Anforderungen zu finden.

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